EM 2016 Gruppe F: Chancen, Prognose & Quoten

Portugal, Österreich, Island und Ungarn bilden bei der EM 2016 in Frankreich das letzte Vorrunden-Quartett. Wenngleich diese Zusammensetzung auf den ersten Blick wie ein Freilos für den portugiesischen Favoriten erscheinen mag, wäre es vermessen, die Iberer schon im Vorfeld zum sicheren Gruppensieger zu küren.

 

Österreich mit große Erwartungen

EM 2016 Gruppe F Oddset Wetten

Die Gruppe F bei der Fußball EM 2016 mit den Mannschaften Portugal, Island, Österreich und Ungarn.
alle Gruppen der EM 2016 im Überblick

 
Vor allem den Österreichern ist es durchaus zuzutrauen, Ronaldo und Co. im Kampf um den ersten Platz die Stirn zu bieten – erst recht, nach der überaus starken EM-Qualifikation. Diese beendete die ÖFB-Elf vor den beiden Verfolgern Russland und Schweden ohne Niederlage auf Position eins.

 
Insgesamt verbuchte die Elf Marcel Kollers stattliche neun Siege, lediglich beim Auftaktspiel gegen Schweden traten die Österreicher einen Punkt an die Skandinavier ab. Eine höhere Punkteausbeute wiesen in der Qualifikation bloß die Engländer auf, die in sämtlichen Gruppenspielen die Oberhand behalten hatten.

 
Das ist insofern beachtlich, als sich die Alpenrepublik zuvor noch nie aus eigener Kraft für eine Europameisterschaft qualifizieren konnte. Die erste und bislang einzige EM-Teilnahme datiert aus dem Jahr 2008; das allerdings als Gastgeber.

 

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Damals beendete Österreich die Vorrundengruppe auf dem vorletzten Rang. In Frankreich stehen die Vorzeichen aber ausgesprochen gut, dass die von Koller betreute Mannschaft die erste K.o.-Phase erreicht.

 
Das aber nicht nur, weil in Frankreich bis zu drei Teams pro Gruppe aufstiegsberechtigt sind; auch spielerisch brauchen sich Alaba und Co. in Gruppe F vor niemandem zu verstecken. Nicht umsonst haben die „Rot-Weiß-Roten“ seit geschlagenen zweieinhalb Jahren kein einziges Pflichtspiel mehr verloren.

 

Quotenvergleich – Wer gewinnt die Gruppe F?

 

Flagge Nation Tipico Logo Bet3000 Logo Interwetten Logo Bet365 Logo Mybet Logo Bwin Logo
Tipico Bet3000 Interwetten Bet365 Mybet Bwin
portugal fahne Portugal 1,50 1,50 1,45 1,50 1,50 1,55
oesterreich fahne Österreich
island fahne Island 10,0 10,0 12,0 9,00 9,00 8,00
ungarn fahne Ungarn 3,00 3,10 3,00 3,25 3,20 3,25


Quotenstand vom 19.6.2016, Text vor Turnierbeginn

 
Einen Anteil an dieser bemerkenswerten Entwicklung haben auch die deutschen Ligen, stehen doch 15 Kicker des österreichischen EM-Aufgebots aktuell bei einem deutschen Erst- oder Zweitligisten unter Vertrag. So auch das große Aushängeschild der Österreicher, David Alaba, der es beim FC Bayern zur Stammkraft gebracht hat.

 
Anders als beim Rekordmeister spielt der gebürtige Wiener im Team primär im Mittelfeld. Man kann es sich leisten, denn auch ohne einen Alaba in der Abwehrreihe erweist sich diese für die gegnerische Offensive zumeist als nur schwer überwindbar.

 
Ganz vier Gegentore kassierte ÖFB-Auswahl während der Qualifikation. Kein Wunder also, dass den Österreichern in Frankreich sogar weit mehr als bloß der Achtelfinal-Einzug zugetraut wird.

 

Portugal Favorit auf Gruppensieg

 

Nichtsdestotrotz sind es die Portugiesen, welche laut Meinung der Buchmacher die besten Chancen auf den Gruppensieg besitzen. Wohl auch deshalb, weil sich in deren Reihen der derzeit beste europäische Fußballer befindet.

 

→ Alle Spiele, Anstoßzeiten und Orte  –  im Spielplan der EM 2016!

 

Die Rede ist natürlich vom frischgebackenen Champion-League-Sieger Cristiano Ronaldo, der sich in Frankreich anschickt, endlich auch mit der Nationalmannschaft einen großen Titel einzufahren. Bislang war Portugal in der 102-jährigen Verbandsgeschichte ein solcher Coup jedoch nicht einmal gelungen.

 

Am nächsten war die Selecção 2004 bei der Heim-EM dran, damals platzte der Traum allerdings im Finale gegen Griechenland. Trotzdem geben sich die Portugiesen guter Dinge, dass in Frankreich die lange Titel-Durststrecke endlich ein Ende haben wird – allen voran Trainer Fernando Santos: „Ich halte dieses Ziel nicht für übertrieben ambitioniert.“

 

Video: Die Erwartungen in der Alpenrepublik ans ÖFB-Team sind hoch – erst recht, nach der ausgesprochen starken Qualifikation. (YouTube/TTVcooperations)

 

Nicht ganz derselben Meinung sind offenbar die Wettanbieter, wo Portugal lediglich zum erweiterten Favoritenkreis gehört. Sonderlich überraschend kommt das aber nicht. Zum einen, weil viele namhafte Nationalspieler den Zenit längst überschritten haben; zum anderen ist die Mannschaft zu sehr von der Form eines Ronaldos abhängig. So gingen nahezu 50 % der portugiesischen Quali-Tore auf das Konto von CR7.

 
Überhaupt vermochte es die Selecção auf ihrem Weg nach Frankreich kaum zu glänzen. Zwar behielt die Santos-Elf in sieben der acht Qualifikations-Spielen die Oberhand, sämtliche Siege wurden allerding mit nur einem Tor Differenz eingefahren.

 

Ungarn, der große Underdog

 

Auch Gruppen-Kontrahent Ungarn hat sich in der Vorausscheidung spielerisch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Obzwar die Gruppe mit Rumänien, Nordirland, Finnland, Griechenland und den Färöer Inseln ohnehin noch zu den einfachsten gehörte, brachten es die Magyaren nur auf vier Siege.

 
Das allerdings reichte am Ende zu Platz drei und damit zu einer Teilnahme am EM-Play-off, in dem sich Ungarn mit viel Kampf gegen Norwegen durchsetzen konnten und damit erstmals nach 44 Jahren wieder das Ticket für eine EM-Endrunde löste.

 
„Ein kleines Fußballwunder“ war geboren, wie nicht nur Co Andy Möller, der zusammen mit Bernd Storck das deutsche Trainerduo bei den Magyaren bildet, befand, sondern das ganze Land.

 

Quotenvergleich – Wer erreicht das Achtelfinale?

 

Aufstieg Achtelfinale Tipico Logo Bet3000 Logo Interwetten Logo Bet365 Logo Mybet Logo Bwin Logo
Tipico Bet3000 Interwetten Bet365 Mybet Bwin
Portugal 1,07 1,12 1,10 1,08 1,11 1,12
Österreich 2,20 2,05 2,10 2,10 2,10 2,10
Island 1,65 1,75 1,80 1,72 1,85 1,67
Ungarn 1,001

 
 

Ein weiteres Fußballwunder dürfte es jedoch nun während der EM in Frankreich brauchen. Schließlich werden den Ungarn sowohl von Experten als auch Buchmachern als der Außenseiter in Gruppe F gehandelt.

 
Das aber nicht nur aufgrund der zumeist überschaubaren Leistungen in der EM-Qualifikation, sondern auch, weil der Nemzeti Tizenegy (dt. Nationalelf) personell enge Grenzen gesetzt sind. Große Namen kann die Storck-Elf nämlich praktisch nicht vorweisen. Zu den bekannteren Spielern gehören da etwa Kapitän Balázs Dzsudzsákv (Bursaspor) oder Hannover-Profi Ádám Szalai.

 

Island mit Chancen auf das Achtelfinale

 

Deutlich mehr wird dagegen dem EM-Debütanten Island zugetraut, der mit Abstand kleinsten Nation, die sich jemals für eine WM oder EM qualifizieren konnte. Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut, gleich beim ersten Großereignis in der Verbandsgeschichte ins Achtelfinale einzuziehen. Davon ist auch Dagur Sigurdsson, seines Zeichens Handball-Bundestrainer, überzeugt.

 

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“Wenn ich die Gruppe mit Portugal, Österreich und Ungarn betrachte, sehe ich keinen Grund, warum sie nicht das eine oder andere Spiel gewinnen sollten”, gab sich der 43-jährige Isländer im Gespräch mit dem Fußball-Magazin 11Freunde für die EM optimistisch.

 
Und er hat auch allen Grund dazu, denn schon während der EM-Qualifikation wussten die Isländer zu überzeugen. So wurden nicht nur gegen die Türkei (3:0) und Tschechien (2:1) Siege eingefahren, sondern auch gegen den WM-Dritten Niederlande – und das gleich zweimal (2:0/1:0).

 

Spielplan Gruppe F

 

Tag Zeit Gr. Begegnung Quote Tipp 1 Quote Tipp 0 Quote Tipp 2 Res.
14.6. 18:00 F Österreich – Ungarn 1,80 Bet3000 3,70 Bet365 5,75 Bet365 0:2
14.6. 21:00 F Portugal – Island 1,60 Interwetten 4,00 Bet3000 7,50 Bet365 1:1
18.6. 18:00 F Island – Ungarn 2,80 Bet3000 3,10 Bet365 3,00 Interwetten 1:1
18.6. 21:00 F Portugal – Österreich 1,90 Interwetten 3,60 Bet3000 5,00 Bet365 0:0
22.6. 18:00 F Island – Österreich 3,80 Bet3000 3,30 Interwetten 2,25 Bet365 2:1
22.6. 18:00 F Ungarn – Portugal 12,0 Bet365 4,50 Interwetten 1,50 Bet3000 3:3

 

Schlussendlich schloss die Mannschaft von Trainer-Duo Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrímsson die Quali-Gruppe-A sensationell auf Platz zwei ab, wodurch die EM-Teilnahme sogar auf direktem Wege und ohne Play-off-Spiel fixiert werden konnte.

 
Doch der kometenhafte Aufstieg der Strákarnir okkar – was übersetzt soviel wie unsere Jungs bedeutet – kam nicht von ungefähr. „Seitdem wir 16 Jahre alt sind, stehen wir fast immer in derselben Formation auf dem Spielfeld“, verriet Nürnberg-Profi Rurik Gislason das isländische Erfolgsgeheimnis.

 
Neben der Teamchemie zeichnet die Insulaner aber auch noch ein verhältnismäßig gut besetzter Kader aus – sogar von einer Goldenen Generation ist im hohen Norden die Rede. Tatsächlich haben viele isländische Teamspieler den Sprung zu namhaften Vereinen geschafft.

 

Nur 20.000 Fußballer sind überhaupt auf der Vulkaninsel beim nationalen Verband KSI registriert. Zum Vergleich: in Deutschland sind es über 6,8 Millionen.

 

Allen voran Gylfi Sigurdsson, der bei Premier-League-Klub Swansea City zu den absoluten Leistungsträgern gehört und mit 11 Treffern die Saison intern als zweitbester Schütze abgeschlossen hat. Auch Ragnar Sigurdsson (FK Krasnodar), Birkir Bjarnason (FC Basel) oder Augsburg-Angreifer Alfred Finnbogason haben bei ihren Vereinen einen Stammplatz inne.

 
Abgerundet wird das EM-Aufgebot von Eidur Gudjohnsen. Der mittlerweile 37-Jährige wird zwar aller Voraussicht nach bloß die Jokerrolle in Frankreich übernehmen, besonders seine Erfahrung (spielte u.a. für Barcelona und Chelsea) wird vom Trainer-Gespann jedoch enorm geschätzt.

 

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