Albanien bei der EM 2016 Chancen, Prognose & Quoten

Fahne Albanien EM 2016

2016 ist ein wichtiges Jahr für den albanischen Fußball. Zum einen jährt sich zum siebzigsten Mal der größte Erfolg der National-Elf, der Triumph beim Balkan Cup 1946, und zum anderen, was klarerweise noch viel wichtiger ist, steht der erste Auftritt bei einer Fußball-Europameisterschaft an.

 

Dieser ist gleichzeitig die Premiere der Albaner auf der ganz großen Fußball-Bühne überhaupt, nachdem sie sich bisher noch bei keinem WM-Turnier präsentieren durften.

 

Das Jubiläum kann dabei sogar als günstiges Vorzeichen für ein positives Abschneiden der Kuq e zinjtë (Die Rot-Schwarzen) gesehen werden. Denn auch der Erfolg im Balkan-Cup wurde als Novize bei diesem Wettbewerb erreicht.

 

Verbindungen zu jedem Gegner in Gruppe A

 

Auf vollkommen Fremde treffen die Albaner bei ihrem Jungfernflug jedoch nicht. Denn mit allen Mitbewerbern in der Gruppe A verbindet sie das ein oder andere. Rumänien etwa ist ein wirklich alter Bekannter und der häufigste Opponent in Länderspielen.

 

Insgesamt kam es bisher zu 16 Vergleichen, wobei die Bilanz jedoch nicht gerade rosig aussieht. Elf Niederlagen und drei Unentschieden stehen nur zwei volle Erfolge der Albaner gegenüber.

 

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Das Torverhältnis steht bei wenig schmeichelhaften 9:41. Doch einer dieser beiden Siege genießt ganz besondere Bedeutung. Die Karpaten-Kicker waren nämlich der Gegner im entscheidenden Spiel um den Balkan-Cup 1946. Das 1:0 ebnete den Shqiptarët den Weg zum Titel. Nach dem zweiten Triumph gegen Rumänien 1948 gibt es nun aber schon eine 68-jährige Leidenszeit zu erdulden.

 

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…wird Europameister
…kommt ins Finale
…kommt ins Halbfinale
…erreicht Viertelfinale
…wird Gruppensieger
…erreicht Achtelfinale

 
* Albanien ist in der Gruppenhase ausgeschieden.

 
Nicht viel besser als gegen Rumänien sieht die Gesamtbilanz gegen Frankreich aus. Nur ein Sieg in sechs Spielen steht gegen den Gastgeber der EURO 2016 zu Buche. Doch dieser gelang im vergangenen Jahr, womit nur Albanien und England Les Bleus in vergangener Zeit zu bezwingen vermochten.

 

In der selben Phase setzte sich die Grand Nation trotzdem gegen den regierenden Weltmeister Deutschland und den dreimaligen Finalisten aus den Niederlanden durch. Bereits Ende 2014 kam Frankreich gegen die Skipetaren nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.

 

Die engste Verbindung besteht aber zweifelllos mit der schweizerischen Auswahl. Nicht weniger als zehn Spieler im Kader von Coach Gianni de Biasi sind entweder in der kleinen Alpen-Republik geboren oder aufgewachsen. Damit ließe sich fast ein eigenes Team nur mit Kickern, die einen direkten Schweiz-Bezug besitzen, aufstellen.

 

Die albanischen Team-Spieler Arlind Ajeti, Berat Djimsitit, Naser Alijii, Freddie Veseli, Migjen Basha, Amir Abrashi, Ermir Lenjani, Burim Kukeli, Shkëlzen Gashi, Taulant Xhaka und Armando Sadiku wurden allesamt in der Schweiz geboren oder sind zumindest dort aufgewachsen.

 

Wenn die Roten mit dem weißen Kreuz und jene mit dem schwarzen Adler auf der Brust am 11. Juni in Lens gegeneinander antreten, stehen wahrscheinlich sogar zwei Brüder am Platz – und das auf unterschiedlichen Seiten.

 

Während der Neo-Londoner Granit Xhaka, der gerade erst von Mönchengladbach zum FC Arsenal gewechselt ist, für die neue Heimat aktiv ist, schnürt Bruder Taulant für die alte seine Schuhe. Nachdem er jahrelang auf eine Einberufung in die Schweizer Elf gewartet hatte gab Taulant vor zwei Jahren dem Werben von Team-Chef de Biasi nach und schloss sich der albanischen Equipe an.

 

In der Geschichte der Fußball-Europameisterschaft stellt dieses Bruder-Duell ein Novum dar, nachdem bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften die Geschwister Boateng, Jerome für Deutschland und Kevin-Prince für Ghana, bereits zwei ausgefochten haben.

 

Video: Mit einem Traum-Freistoß genau in den Tor-Winkel besiegelte Ergys Kaçe im vergangenen Jahr die Niederlage der Franzosen in Tirana. (YouTube/Fédération Française de Football)
 
Trainer Gianni de Biasi entwickelte beim Aufbau seines Teams in den vergangenen Jahren überhaupt eine rege Reisetätigkeit. Neben seinem Schweizer Block konnte er noch den in Norwegen geborenen und derzeit für Slovan Liberec in Tschechien aktiven Mittelfeld-Spieler Herolind Shala für sein Team begeistern.

 

Und in der Verteidigung räumt der Kölner Verteidiger Mërgim Mavraj ab, der, ebenso wie die beiden ehemaligen Weltmeister Rudi Völler und Thomas Berthold, im hessischen Hanau das Licht der Welt erblickt hat. Sogar dem Italiener de Biasi selbst wurde im vergangenen Jahr die albanische Staatsbürgerschaft verliehen.

 

Krasser Außenseiter beim ersten EM-Auftritt

 

Auf den Gewinn des Balkan Cups von 1946 folgte zwar im Jahr 2000 noch der Sieg im Rothmans Cup auf Malta, mit Gegnern wie Andorra, Aserbaidschan und Malta, doch darin erschöpft sich die Glorien-Geschichte des albanischen Fußballverbandes schon wieder.

 

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Die Gruppe A bei der Fußball EM 2016 mit den Mannschaften Frankreich, Schweiz, Rumänien und Albanien.>
alle Gruppen der EM 2016 im Überblick

 

Große Sprünge erwarten sich die meisten unabhängigen Beobachter von ihnen bei dieser EURO in Frankreich nicht gerade. Sie gelten als krasser Außenseiter in Gruppe A und ihr Aufstieg ins Achtelfinale würde bereits für eine veritable Überraschung sorgen.

 

Zwar erreichen seit dieser Auflage des EM-Turniers neben den beiden Ersten jeder Vorrunden-Gruppe auch die vier besten Drittplatzierten die K.O.-Phase, aber dafür müssten wohl zumindest gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner Rumänien drei Punkte her.

 

Albanien bei der EM – Spiele in der Gruppe A

 

Datum Anstoß Ort Paarung
11.06.2016 15:00 Lens Albanien – Schweiz
15.06.2016 21:00 Marseille Frankreich – Albanien
19.06.2016 21:00 Décines-Charpieu Rumänien – Albanien

 

In den Vergleichen mit den beiden Favoriten auf die vorderen Plätze, Frankreich und die Schweiz, scheint für die Shqiptarët ohnehin wenig zu holen zu sein. Auch wenn sich das Team von Trainer Didier Deschamps im vergangenen Jahren im Rahmen eines Freundschaftsspiels beugen musste, so ist eine Wiederholung dieses Ergebnisses doch eher unwahrscheinlich.

 

Beim Heim-Turnier und auf der Mission Titel-Gewinn wird wieder mehr Ernsthaftigkeit im französischen Team einkehren. Ein Stolpern über den 45. der FIFA-Weltrangliste aller Fußball-Nationalteams (Stand Mai 2016) würde dabei so gar nicht in den Plan passen.

 

Erfolg gegen Portugal in der Qualifikation

 

Dass irgendjemand die Albaner unterschätzt, ist trotzdem unwahrscheinlich. Wer an ihrer Klasse zweifelt kann sich gerne bei den Portugiesen erkundigen. Diese zogen in der Qualifikation, ebenso wie Frankreich, mit 0:1 den Kürzeren.

 

In der Ausscheidung setzte sich Albanien in der keineswegs leichten Gruppe gegen Dänemark, Serbien und Armenien durch und sicherte sich den zweiten Rang hinter Portugal. Dieser bedeutete ein fixes Ticket für die Titelkämpfe im Juni und Juli.

 

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Woran das Team von de Biasi bis dahin noch arbeiten sollte, ist ihre Schussgenauigkeit. Zehn Treffer stellen die schlechteste Ausbeute unter allen qualifizierten Mannschaften dar. Wobei zumindest berücksichtigt werden sollte, dass zur Torjagd in Quali-Gruppe I, wegen ihrer fünf Teilnehmer (anstatt sechs wie in allen anderen Gruppen), nur acht Matches zur Verfügung standen.

 

Treffsicherer Stürmer dringend gesucht

 

Andererseits stammen drei der zehn Tore aus einer Strafverifizierung der abgebrochenen Begegnung mit Serbien und eines wurde vom Gegner erzielt. So stehen nur sechs wirklich selbst zustande gebrachteTreffer zu Buche. Diese wurden noch dazu von sechs unterschiedlichen Spielern produziert.

 

Ein Torjäger ist also dringend vonnöten. Hamdi Salihi, im Dress von Skënderbeu Torschützenkönig der albanischen Super League, wird diese Rolle auf jeden Fall nicht übernehmen. Der ehemalige Legionär von Rapid Wien scheint nicht im EM-Kader der Albaner auf.

 

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