Champions League 2016/17: Dortmund – Monaco mit Oddset Quoten

Champions League 2016/17: Dortmund – Monaco mit Oddset Quoten

  • Quote Dortmund 1,55
  • Quote Remis 5,00
  • Quote Monaco 5,50

Mittwoch, 12.04.2017 um 18:45 Uhr

Nach der Auslosung der Viertelfinal-Duelle kehrte die Dortmunder Delegation mit einer gewissen Zufriedenheit ins Revier zurück: Angesichts der drohenden Alternativen schien der AS Monaco dem BVB einen vergleichsweise gangbaren Weg in die Vorschlussrunde zu weisen.

 

Seit gestern ist alles anders…

 

Doch nun, nach dem erschreckenden Attentat auf den Dortmunder Mannschaftsbus, auf den gestern bei der Abfahrt vom Teamhotel ein Sprengstoff-Anschlag verübt wurde, haben sich die Vorzeichen natürlich grundlegend geändert:

Erst einmal natürlich in Bezug auf das Personal. Denn Marc Batra, in dessen rechten Arm sich in Folge der Detonationen Glassplitter gebohrt hatten, wird verletzt ausfallen.

Grund: Der Spanier erlitt dabei eine Fraktur der Speiche im Handgelenk und wurde von “Fremdkörper-Einsprengungen” am Arm verletzt, weshalb er sich noch am gestrigen Abend in einer Dortmunder Klinik einer OP unterziehen musste. Diese sei dem Vernehmen nach zwar gut verlaufen, dennoch wird der Innenverteidiger dem BVB wohl für den Rest der Saison fehlen.

 

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Klarerweise hat dies, ebenso wie der Vorfall im generellen, auch seine Teamkollegen nicht kalt gelassen. Laut Keeper Roman Bürki, der im Bus direkt neben Bartra gesessen hatte, sei an Fußball jedenfalls nicht mehr zu denken gewesen. Wohl auch deshalb entschloss sich der BVB rasch, die Spieler in den Kreis ihrer Familien zu entlassen.

Dort sollten sie sich sammeln, um heute Vormittag – den Umständen entsprechend – “erholt” auf den Trainingsplatz zurückzukehren. Fraglos eine notwendige Maßnahme, doch der Vorbereitung auf das heute stattfindende Duell dürften die Ereignisse von gestern freilich dennoch alles andere zuträglich gewesen sein.

Im Gegenteil: Es wird wohl Monate, vielleicht sogar Jahre dauern, bis die schrecklichen Erlebnisse auf der Wittbräucker Straße nicht mehr in den Köpfen der Spieler herumgeistern…

 

 

Am Ziel hat sich nichts geändert – Wie reagieren die Monegassen?

 

Doch den Schwarz-Gelben bleibt keine Wahl. Aus terminlichen Gründen wird das Hinspiel gegen die Monegassen bereits am heutigen Abend (Anstoß, 18:45 Uhr) stattfinden. Als besonders spannend entpuppt sich diesbezüglich natürlich die Frage, wie sich der BVB – trotz allem – präsentieren wird.

Am Ziel der Dortmunder, erstmals seit 2013 wieder ins königliche Halbfinale einzuziehen, dürfte sich schließlich nichts geändert haben. Deshalb darf davon ausgegangen werden, dass auch auf psychologische Hilfe zurückgegriffen wurde, um den Fokus irgendwie wieder zurück auf das Sportliche zu lenken.

 


 

Von der anderen Seite aus betrachtet ist zudem längst noch nicht klar, was nach den Ereignissen von gestern in den Köpfen der Monegassen vorgeht. Im Fahrwasser der Solidaritätswelle, die aktuell aus aller Welt über den BVB schwappt, könnte es ja beispielsweise durchaus sein, dass auch die Elf von Leonardo Jardim instinktiv Gnade walten lässt.

Ganz zu schweigen davon, dass es dem einen oder anderen Stars aus dem Steuerparadies ebenso Probleme bereiten dürfte, die Vorfälle von gestern und damit verbundene Angstzustände einfach so mir nichts dir nichts wegzustecken…

 

Die Buchmacher glauben fester denn je an den BVB

 

Ein Gedankengang, der wohl auch die Wettanbieter bei ihren – im Angesicht der jüngsten Vorgänge – obligaten Quotenänderungen beschlichen haben dürfte. Wie sonst ist es zu erklären, dass die bis ins Mark erschütterten Borussen deutlicher denn je in die Favoritenrolle gedrängt werden? Etwa tatsächlich mit dem Dortmunder Urvertrauen in die eigene Heimstärke?

 
Hatte doch bereits das Achtelfinale gegen Benfica angedeutet, dass gelegentlich auch schon ein starkes Heimspiel zum Weiterkommen reichen kann: Im Signal Iduna Park rückten die Westfalen das schiefe Bild aus dem Hinspiel mit einem glatten 4:0-Erfolg mehr als souverän gerade.
 

Getragen von der weltweit bekundeten Solidarität scheint eine Trotzreaktion der Borussen nun jedenfalls nicht ausgeschlossen.

Zumal es die maue Auswärtsbilanz in der Bundesliga als ratsam erscheinen lässt, vor der eigenen Kulisse alles unter den gegebenen Voraussetzungen mögliche in die Waagschale zu werfen.

 

Dortmund muss vorlegen!

 

Mit seiner bereits vielfach bewiesenen Heimstärke trägt auch der AS Monaco seinen Anteil zur Errichtung einer Drohkulisse bei: Die nahezu perfekte Ausbeute im Stade Louis II (5 Siege, 1 Unentschieden) gibt den Borussen im Rückspiel eine ganz harte Nuss zum Knacken auf.

Vor der meist nicht sonderlich stimmungsvollen Kulisse gingen in dieser Saison mit Manchester City, Villarreal oder den Tottenham Hotspurs schon diverse favorisierte Gegner in die Knie – was eindrucksvoll bestätigt, dass Dortmund im Hinspiel ein möglichst deutliches Ergebnis braucht.

 


 

Dank seiner hinlänglich bekannten Heimstärke bringt der BVB jedoch die besten Voraussetzungen mit, um dieser Pflicht Genüge zu tun; wird vom sommerlichen Supercup einmal abgesehen, ging in dieser Spielzeit noch keine einzige Partie im Signal Iduna Park verloren.

Die in den vier Heimspielen erzielten Treffer tragen zudem maßgeblich dazu bei, dass der deutsche Vizemeister in dieser Saison als königliche Tormaschine in Erscheinung tritt – lediglich der FC Barcelona ging im Camp Nou noch entschlossener zur Sache.

Dabei scheint schon allein die Anwesenheit von Thomas Tuchel dafür zu bürgen, dass am Dienstagabend gar nichts schiefgehen kann. Die zwölf unter dem BVB-Coach absolvierten internationalen Heimspiele spielten ziemlich stolze neun Siegen und zwei Unentschieden ein.

Die einzig aus dem Rahmen fallende Niederlage fiel zudem überhaupt nicht ins Gewicht; schon vor der freilich dennoch ärgerlichen 0:1-Schlappe gegen PAOK hatten sich die Westfalen ohne Wenn und Aber für die Zwischenrunde der Europa League qualifiziert.

 

Dortmund hofft auf die Heimstärke – Reifeprüfung für Tuchel

 

Kleinere Selbstzweifel drohen sich somit allenfalls beim Blick auf die beiden Punkteteilungen in den Hinterkopf zu verirren. Während die meisten Dreier gegen internationales Kanonenfutter gefeiert wurden, hatte es bei echten Härtetests gegen Liverpool und Real jeweils nicht zum Sieg gereicht.

Angesichts der zunehmend dünner werdenden Luft in der Champions League könnte sich nun folglich auch gegen den AS Monaco zeigen, dass sich die Dortmunder Heimstärke lediglich in den Pflichtübungen als ein verlässlicher Faktor erweist.

 

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„Das wird ein großartiges Duell. Wir werden diese gelbe Wand in einer kultigen Spielstätte herausfordern. Es ist cool, dass das Hinspiel auswärts stattfindet.“

 
– Monacos Kapitän Valère Germain gibt sich vor dem Hinspiel demonstrativ unerschrocken.

 

Damit würde sich dann auch einmal mehr der altbekannte Vorwurf an Thomas Tuchel bestätigen, dass er kein Mann für die entscheidenden Momente ist – eine These, die dessen bislang komplett titellose Vita natürlich nicht entkräften kann.

Eine entsprechend große Bedeutung ist der Tatsache beizumessen, dass dem Trainer bereits in der Hinrunde mit dem Heimsieg gegen die Bayern einer Art Emanzipation gelang; mit seinem Premierensieg gegen die Münchener trat der 43-Jährige erstmals aus dem langen Schatten von Jürgen Klopp heraus.

 

Reus nicht dabei – Aubameyang vs. Falcao

 

Nicht nur aus psychologischer, sondern auch aus personeller Sicht sieht sich Tuchel nun jedoch mit einigen Problemen konfronontiert. Grund dafür ist neben dem kurzfristigen Ausfall Marc Batras insbesondere das Fehlen von Rekonvaleszent Marco Reus, der – entgegen allen Erwartungen – doch nicht rechtzeitig fit geworden ist.

Als Erfolgsgaranten haben die Dortmunder aber ohnehin vielmehr Aubameyang auf dem Zettel, den ganz persönliche Beziehungen mit dem Gegner verbinden. Als Leihspieler hatte der Gabuner in der Saison 2010/11 für den AS Monaco in 23 Partien – aus heutiger Sicht – unfassbar mickrige zwei Törchen erzielt.

 


 

Dass die mittlerweile zu Buche schlagende Tor-Quote von Aubameyang selbst einen Falcao mühelos verblassen lässt, sollte sich nun selbstredend auch im ersten Viertelfinale bemerkbar machen – mit den offensiven Argumenten der Borussia hält nicht einmal der starke Angriff der Wahl-Franzosen mit.

 

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